Die isländische Band For A Minor Reflection machte den Auftakt mit Instrumental-Musik, die sich nicht hinter derjenigen des Headliners zu verstecken brauchte. Die vier Musiker hatten später noch einen Gastauftritt, als sie mit Trommeln Gobbledigook begleiteten.
Die für das Konzert mit Sitzplätzen eingerichtete Rockhal war zu diesem Zeitpunkt allerdings nur spärlich mit Fans gefüllt, was z.T. wohl an den üblichen Verkehrsproblemen auf Belval lag. Als Sigur Rós die Bühne gegen 21 Uhr betraten, war der Saal jedenfalls gut gefüllt, wenn auch nicht bis auf den letzten Sitzplatz ausverkauft. Durch den überaus kraftvollen Auftritt der Vorgruppe, in der übrigens der Bruder des Sigur-Rós-Bassisten Gitarre spielt, hatte ich erst Zweifel, ob ich das Konzert ohne Ohrenstöpsel erleben wollte. Glücklicherweise schienen die Leute am Mischpult für den Headliner eine etwas erträglichere Lautstärke vorgesehen zu haben, so dass ich die Musik dann doch ohne Filter genießen konnte.
Die meisten haben noch nie etwas von Niels Frevert gehört. Und auch der Hinweis „Der Sänger von Nationalgalerie“ hilft kaum jemandem weiter. Schade eigentlich, denn was der nette Barde aus Hamburg so alles zu singen und sagen hat, ist mehr als hörenswert. Drum hab ich auch nicht lange gefackelt als ich erfuhr, dass er mit Band im Frankfurter Sinkkasten aufspielt, und mir eine Karte besorgt.
Gegen viertel vor Neun ging es los mit der Vorgruppe, der Paul Dimmer Band. Nun ist der Sinkkasten nicht unbedingt bekannt für optimale Akustik, aber selbst mein Laienohr hat schnell gehört, dass der Klang doch einiges zu wünschen übrig lässt. Alles war etwas „dröhnig“ und der Gesang war wahrscheinlich nur für Eingeweihte zu verstehen. Ich zumindest, der ich Paul Dimmer vorher noch nicht kannte, habe leider nur sehr wenig der Texte verstanden. Schade. Nicht nur weil das, was man verstehen konnte, sehr viel versprechend klang, sondern auch weil Niel Frevert vor der Türe sagte, dass er Paul Dimmer wärmstens empfehlen kann.
Bei der Vorgruppe handelte es sich um eine schwedische Formation mit dem treffenden Namen Pain, die bei meiner Ankunft gerade dabei war Eleanor Rigby von den Beatles in einer Metal-Version zu spielen. Darauf folgten noch einige Headbanging-Nummern, bevor das Publikum über eine halbe Stunde Zeit hatte, ehe die Bühne für die finnische Band bereit war. Ich war gespannt, ob die neue Sängerin von Nightwish gerade die älteren Stücke, die mir wegen der Opernstimme von Tarja Turunen so gefallen, auch überzeugend interpretieren würde. Anette Olzon gelang es größtenteils, die Fans in Stimmung zu versetzen. Nachdem sie das Publikum gelobt hatte versprach sie außerdem, nach Luxemburg zurückkehren zu wollen. Stimmlich fand ich die Performance der Sängerin im Gegensatz zum Bassisten und Sänger Marco Hietala allerdings eher schwach, darüber hinaus erwarte ich mir von einem Eintrittspreis von 30 Euro mehr als 80 Minuten Spielzeit von der Hauptgruppe. Womit meine Schlussfolgerung auf die gleiche Feststellung wie beim Dream Theater Konzert letztes Jahr hinausläuft: Es tut mir nicht leid, dass ich dabei war, aber ein zweites Mal brauche ich diese Band nicht mehr live spielen zu sehen.
Dieser Beitrag ist eine um die Anfahrt-Details erleichterte Fassung des zuerst auf meinem Blog veröffentlichten Original-Beitrags.
Am letzten Sonntag wurde wieder einmal das musikalische Rad der Zeit zurückgedreht. In der Rockhal auf Belval trat die wohl beste Pink Floyd Tribute Band der Welt auf: The Australian Pink Floyd Show. Nachdem ich vor einigen Monaten bereits die Gelegenheit hatte, Musik der 70er live fast wie im Original zu erleben, habe ich vor einer Woche ein Live-Konzert mit der Musik von Pink Floyd besucht. 1994 hatte ich Pink Floyd live in Werchter im Rahmen der Division Bell Tour gesehen, ein Gig an welches ich mich allerdings nicht so gut erinnere, als dass ich jenes Konzert in meine Top-Liste aufnehmen würde.
Mehr noch: die Darbietung der Australier hat mich so überzeugt, dass ich mangels bleibender Eindrücke aus Werchter einfach mal behaupte, dass die Musik in der Rockhal besser war als auf der Flur in Belgien vor 14 Jahren. Da das Konzert mit einer wegen der Sitzplätze durchaus willkommenen Pause rund zweieinhalb Stunden gedauert hat, kamen die Fans voll auf ihre Kosten. Nach einigen Titeln von The Wall führte die Playlist quer durch die Alben der Compilation Shine On (obschon ich mir nicht sicher bin, ob auch etwas von A Saucerful of Secrets dabei war) über A Momentary Lapse of Reason bis hin zu The Division Bell. Die Bühnenshow war derjenigen der Division Bell Tour nachempfunden, wie man sich auf den Bildern in meinem Blog überzeugen kann.
Guck’ dir DJ Tomekk an. In zwei Jahren würden wir dann vielleicht auch Kakerlaken fressen. Deswegen hören wir auf. [Quelle]
Spandaus Hip-Hop-Export Icke & Er ist vor zwei Jahren mit “Richtig geil” im deutschsprachigen Internet bekannt geworden. Zusammen mit DJ Dasg (sprich Di Jäi Das Dschi) wurden sie von Four Music unter Vertrag genommen, nahmen das Album “Mach Et einfach” auf und gingen auf Tournee. So weit, so normal.
Icke & Er gingen aber nicht ins Fernsehen. Sie sprachen nur sporadisch mit der Presse. Sie ließen nicht zu, dass die Medien hinter die Schnurrbärte der Beiden schauen konnte. Sie wollten ihre Ruhe haben und einfach nur Musik machen. Mit schlecht recherchierten Zeitungsartikeln und Kopfgeldern machten die Medien Jagd auf die beiden - auf der Suche nach der Exklusivstory hinter dem Phänomen Icke & Er.

Also zogen Icke & Er die Konsequenzen aus ihrer Unlust, ein Medienthema zu sein und gingen auf Tour - auf Abschiedstour um genau zu sein. Ihre erste und einzige Tour führte sie in knapp zwei Wochen in 15 Städte, darunter Zürich, Düsseldorf, Köln, Nürnberg, Magdeburg und eben Berlin.

Wie bereits angekündigt, gab sich gestern die Musikkapelle Sandow im Potsdamer Lindenpark die Ehre. Bei Ankunft kurz vor dem offiziellen Beginn des Abends, der mit Ausschnitten aus dem ersten und zweiten Teil des Films flüstern & schreien eingeleitet wurde, erwartete uns ein vor Leere gähnender Saal. Das ließ Schlimmes vermuten.
In letzter Zeit häuften sich die Trackback- und Kommentarspams, die Akismet durchgelassen hat… deshalb muss ab jetzt jemand, der einen Kommentar schreibt, mindestens einen bereits genehmigten Comment hinterlassen haben, bevor der Kommentar erscheint. Damit sollte sich das Thema erledigt haben…
Joa, ich sag mal, Zielgruppe: ganz normale Leute. So wie Du halt. Nicht so wie ich, ich war nur einmal da. Wir waren echt, echt spät dran, die haben grade losgelegt, kurz bevor wir an der Garderobe dran waren. Aber kein Ding, die Garderobe hat eh grade dicht gemacht, bevor wir unsere Jacken abgegeben haben. Also konnten wir uns ein gemütliches Plätzchen in den hinteren Reihen suchen und uns Fettes Brot ansehen. Vorher noch ‘nen kleinen Schnack mit meinem Fahrlehrer gehalten und innerlich neues Genre erfunden: Statt Fahrstuhlmusik gibt es jetzt Fahrlehrermusik. Muss ich mir merken für die nächste Platte von Robbie Williams.
Den Titel da oben könnt ihr euch schonmal vormerken für Sommer, wird das neue Schwule Emanuela, also der Überhit von Cocktailparty-Invasion bis Ballermann. Ich finde den Song nicht sooo geil, aber insgesamt muss ich sagen, wird Strom und Drang wohl ein ziemlich geilomates Album. Vor allem (Titel mal so hingestellt) “Faust hoch” und “Lass Dich nicht los” werden richtig phatt. Die Ansagen dazwischen: Erste Sahne. Die Jungs haben immer ‘nen guten Schnack drauf. Alles sehr routiniert, aber trotzdem witzig.
Ja nun, was soll ich sagen… ich war wegen Turbonegro da und wollte mir mal das Kasperletheater von Brian Warner ansehen. Ich hattte also von vorneherein eine hochgezogene Augenbraue am Start. :-)
Dank perfektem Timings, Druidenwissen und Kenntnis der geheimen Parkplätze rund um die Stadthalle kamen wir exakt in dem Moment in die Halle, in dem das Licht ausging und Turbonegro ihre Show begannen. Es folgte ein routiniertes Set, alle Crowdpleaser wurden gespielt, Hank stellte einmal mehr unter Beweis, dass er dummes Zeug auch prima auf Deutsch erzählen kann, Euroboy wird immer dünner, Happy-Tom wurde als Alkoholiker geoutet, aber der ganze Auftritt fand irgendwie mit angezogener Handbremse statt. Ich war einmal mehr erstaunt, dass es offenbar wirklich so ist, dass eine Supportband den schlechteren und vor allem leiseren Sound gemischt bekommt. Wer Turbonegro schon als Hauptact gesehen hat, weiss, wie die Ballern können. Geballert hat das in Offenbach nicht wirklich, wobei es ingesamt ein kompakter runder Auftritt war.

(Dieser Beitrag ist zuerst auf pasqualle.com erschienen)
Die Nadel des Plattenspielers läuft brav in den Rillen des schwarzen Vinyls. The National’s neuste Veröffentlichung »Boxer« liegt auf dem Teller. Ich liege im Bett, das Licht ist schon aus, und lausche dem tiefen Bariton von Matt Berninger. Diese ruhige, geradezu andächtige Musik, bietet die optimale Atmosphäre um ein spektakuläres Konzerterlebnis Revue passieren zu lassen. auch vergleiche ich die Live-Perfomance mit den Klängen auf Platte.
Wenige Stunden zuvor betrat ich einen Tunnel vollgefüllt mit menschlichem. Obwohl es erst zwei Minuten nach neun Uhr war, saß Hayden, Vorband und langjähriger Freund von The National, schon an seinem Klavier auf der Bühne. Um seinen Hals hing die ganze Zeit eine Mundharmonika. Ich musste daran denken wie jemand mal sagte, dass das Klavier das “neue populäre Instrument im Indierock und -pop” wäre. Der kanadischer Singer/Songwriter verbreitete mit den maximal zwei gleichzeitig gespielten, meist akustischen Instrumenten hochwertigen Folk/Country Sound in dem Tunnel. Ohne zu wissen wie ekstatisch der Abend noch werden würde, hielt ich Hayden’s Musik für eine saubere Grundlage für nachfolgendes.
Wenn das mal alles so einfach wär…
Die Ärzte nennen sich nicht ohne Grund die beste Band der Welt. Was wir gestern in der Olympiahalle in München erleben durften war ein Genuss der Extraklasse… aber fangen wir von vorne an:
Das Konzert begann um zehn nach Acht und nach gerade mal zwei Liedern ging das Licht an und die Band hörte auf zu musizieren.
Was war passiert?
Ganz einfach, das Gedränge vor der Bühne war so groß geworden, dass die Bolzen, die das Frontgitter halten sollten gebrochen waren und sich sieben Securitymenschen nun mehreren Tausend Fans entgegenstellen mussten. Die Veranstaltung wurde also unterbrochen und eine Dame machte der Menge klar, dass man erstmal zehn Minuten brauchen würde um das Problem zu beheben. Die nun buhende Crowd wurde mit den Worten “Dafür bekommt ihr später mehr Show als alle bisherigen Besucher zu sehen” entschädigt und nach insgesammt wohl knapp zwanzig Minuten ging es tatsächlich weiter.
Wurden anfänglich einige Stücke aus dem neuen Album gespielt (Himmelblau, Lied vom Scheitern) wurden bunt gemischt auch richtig alte Klassiker ins Programm genommen (Elektrobier, Anneliese Schmidt, El Cattivo) und ich habe sämtliche Lieder, die ich hören wollte auch zu hören bekommen (und das waren einige).

In einem Wort - geil!
Erstmal zur Vorband: Diese bestand aus drei Personen (Drummer, Bassistin, Sänger/Gitarrist) und hört auf den Namen Navel. Mir persönlich hat die Band nicht wirklich gefallen, was allerdings nicht an ihrer Musik lag, denn die war definitiv rockig und laut - also so, wie sie eigentlich sein soll. Also fast. Manchmal verlor die Musik allerdings den Faden und wirkte dadurch wirr. Zu wirr! Der Sänger der Band erinnerte stark an einen Kurt Cobain - zumindest optisch - und gab sich alle Mühe wie dieser zu wirken… was kläglich scheiterte. Ach und nochwas Junge - brüllen ist nicht alles. Und andauernd “Baby, Baby” brüllen schon garnicht. Die Bassistin kündigte eines der letzten Lieder dann mit “Und jetzt kommt ein Lied zum Kotzen” an und dann spielte die Band “Vomitation”. Nunja, wie soll ich sagen?!? Treffender Titel!
Nun aber mal zum eigentlichen Ereignis - den Queens of the Stone Age! Josh Homme und seine Jungs haben den Löwensall aber mal definitiv gerockt. War ich auch bisher kein all zu großer Fan der Band, bin ich nach dem Konzert restlos begeistert. Super Sound hatt´n wa! Rund 500 Leute tobten, sprangen und tanzten vor der Bühne und auf der Galerie und wäre es nicht so scheiße heiß gewesen, hätte ich vielleicht etwas weniger Fremdschweiß abbekommen… aber hey, that´s rock´n´roll, da wird schonmal wild transpiriert.

Kilians trafen auf entspannte und vom Support Act bestens in Stimmung gebrachte 250 Leute im ausverkauften Cube. Die Band hat ihr Programm runtergespielt. Das Publikum war nicht enttäuscht und ließ den Sänger sogar gewähren, als er ständig auf unbeholfen anmutende Weise versuchte, Dieter Bohlen lächerlich zu machen. Wie war’s sonst? Dunkel.

Sie kämen immer ganz gut an beim Publikum, meinte Frontmann Alexander Zwick nach dem Auftritt von Auletta. Den Nerv der Zuhörer im Paderborner Cube zu treffen, war jedenfalls kein Problem für die vier Musiker aus Mainz. Als Vorgruppe der Kilians trafen sie schließlich auf Leute, die eingängige Indie-Stücke zu schätzen wissen.
Mal wieder einer von der neuen heißen French House Connection in Hamburg. Nach Justice (Myspace Geheimevent) und Soulwax und sicher auch mal Digitalism nun also SebastiAn mit einem DJ Set in Hamburg am Start.
Nachdem ich mich über den Neidklub als Location schon in meinem Beitrag zum Soulwax Konzert ausgelassen habe, möchte ich hier nur auf das Musikalische eingehen. Und darum geht es eigentlich ja nur.
Um halb zwei gestartet, die Crowd wurde mit einem anständigen Set aktueller elektronischer housiger Scheiben warm gemacht, legte SebastiAn los und ließ die folgenden dreieinhalb Stunden nicht mehr locker. Ein Remix jagte den nächsten, alles natürlich schön noisy, gerne mal übersteuert und immer schön bretthart. Die PA ist im Neidklub aber auch echt fett und spielt gut mit.
Nach der Hälfte gabs ne Pause, warum auch immer. Es schien fast so, als sei das Set vorbei, aber nach zwei unmotiviert gespielten Tracks gings noch viel härter weiter und wer nicht tanzte, der musste wohl gerade im Pullunder, doppelten Polohemd oder Rollkragenpulli irgendwelche aufgebretzelten Frauen mit viel zu teurem Alkohol klar machen.
Anfangs war ich ja nur bedingt begeistert von der neuen Konsens-Band für das linksalternative Bio-Bürgertum. Und auch wenn ich mit der Zeit durchaus Gefallen an der Neon Bible fand, ich hatte durchaus Bammel vor dem Arcade-Fire-Konzert gestern in der Berliner Columbiahalle. Der orchestrale Sound geht mir ganz stimmungsbedingt völlig unterschiedlich ins Ohr. Der kann immer noch auch mal nerven. Und was, wenn die zehn Musiker nicht harmonieren? Was, wenn der Sound Schrott ist?
Die Vorband ließ Schlimmes befürchten. Das Schlagzeug viel zu laut, der Gesang im Brei der Klänge untergehend. Ich hätte Wild Light, diese folkige Daueranleihe bei den Konsensbands der 1990er (R.E.M., U2, a-ha) auch bei gutem Sound wohl nur ok gefunden, aber so war’s halt …naja… irgendwie war’s egal.
Vor 3 Tagen habe ich das Konzert von Fish in Dudelange besucht. Ort des Gigs war die zu einem regionalen Kulturzentrum umfunktionierte stillgelegte Industriehalle “Op der Schmelz” am Ortsausgang Richtung französische Grenze.
Für mich war es das zweite Fish-Konzert, nachdem ich bereits vor 10 Jahren die Sunsets On Empire Tour in der gleichen Ortschaft, damals jedoch im lokalen Sportzentrum erleben konnte. Der 31. Oktober ist jedoch nicht der 14. Mai und eine leer stehende Industriehalle ist keine ausgestattete Mehrzweckhalle, so dass der unangenehmste Faktor des Abends die niedrige Temperatur war.
Da wir bereits kurz vor halb acht ankamen, Fish jedoch erst gegen neun auf der Bühne erschien, hatte die Kälte genug Zeit, wenig bewegungswillige Konzertbesucher noch steifer zu machen. Daran vermochte auch die zwar stimmgewaltige, jedoch nur mit einer akustischen Gitarre ausgestatteten Vorgruppe Vorsängerin Amy Speace eine halbe Stunde lang nichts zu ändern.
Fish und seine Band heizten den Fans vielleicht gerade deshalb sofort mit z.T. hardrockigen Klängen ein. Das Konzert der Clutching At Stars Tour versprach einen Mix von alten und neuen Stücken, wobei die (richtig) alten von Clutching At Straws, dem letzten von Fish als Frontmann von Marillion gesungenen Album, die (richtig) neuen vom aktuellen Werk 13th Star stammten.
Dieses Wochenende wurde der zwanzigste Geburtstag von Nuclear Blast gefeiert, dem weltweit größten Independent-Label, das sein Hauptaugenmerk auf Metal und alles was so ähnlich klingt gerichtet hat. Größen des Geschäfts, wie In Flames und sogar Manowar, sind und waren unter Vertrag, für die Feierlichkeiten waren geladen: Kataklysm, Edguy, Subway To Sally, Dimmu Borgir und Blind Guardian, als Bonustrack gab es noch Rage. Nun, es ist zu sagen, dass ich im Wesentlichen für Subway To Sally und Blind Guardian angereist bin, da ich lediglich die Existenz von Kataklysm und den Stil von Edguy und Dimmu Borgir kenne. Ich bin also arg vorbelastet, es mag sein, dass ich bei Subway To Sally ein wenig ins Schwätzen gerate und Dimmu Borgir in einem Satz abhandele, aber der Reihe nach.
Das Festival war auf jeden Fall eines: Groß. Die Schleyerhalle war von der Polizei mehr oder weniger hermetisch abgeriegelt, weil Leute mit langen Haaren ja auf jeden Fall Schwerverbrecher sind, aber das ist eine andere Geschichte. Am Eingang war, auch eine halbe Stunde nach Beginn des Einlasses, die Hölle los, Hundertschaften von schwarz gekleideten Verrückten blockierten den Gehweg, den Parkplatz und die Zufahrtsstraße. In der Schlange gab es sogar kostenlosen Vodka, da eine kleine Gruppe die Flasche nicht bis zur Abtastkontrolle leer bekamen und sie deshalb halb voll durch die Menge reichen mussten, was ich natürlich freudenstrahlend ausnutzte. Endlich in der Halle breitete sich, gelinde gesagt, schwere Verwirrung aus: Bereits das Foyer war größer als manch andere Konzerthalle, was es für Leute, die die Schleyerhalle noch nie betreten hatten, schwer machte, überhaupt die Bühne zu finden.