Gehört hatte ich ja schon vieles, darunter vor allem sehr viel Positives, und so konnte auch der Eintrag von Herrn Waldar nichts an meiner freudigen Grundstimmung ändern.
Mein Fazit? Es hat schon Spass gemacht. Es war schön anzuhören. Es war auch schön anzusehen. Aber letztlich empfand ich es als ein solides Grundgerüst, auf dem nichts richtig aufgebaut wurde. Alles immer perfekt. Abgerundet. Keine Ecken. Keine Kanten. Alles mit Ziel. Alles mit einem Zweck. Das Publikum als Ping Pong Ball zwischen den Bässen hin- und hergespielt.
Nichts, was mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Nichts, was mich noch einmal Moby sehen lassen will. Und somit nichts, was die 33 Euro gerechtfertigt hätten.
Die Crüxshadows sind ja einer dieser Bands, deren Musik ich mir zu Hause nie anhören würde. Wahrscheinlich wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, sie mir überhaupt anzuhören, wenn ich meinem Bruder vor anderthalb Jahren nicht angeboten hätte, mit ihm auf eines ihrer Konzerte zu gehen, auf dass er da nicht ganz alleine rumtanzen muss. Ohne Erwartungen in ein Konzert zu gehen ist ja immer am besten, und so wurde ich auch nicht enttäuscht.
Jetzt sind sie also wieder auf Tour und als erstes hier im Lande, und so habe ich gleich die Chance genutzt, meine Konzertliste mal wieder zu erweitern. Mit einer hohen Erwartungshaltung ging ich diesmal herein, und wurde nicht enttäuscht. Zwar fing alles anderthalb Stunden später an als geplant, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan. Rogue hat erzählt, gesungen, durch die Menge getanzt, geklettert, mir angsteinflösend in die Augen geguckt und seine Deutsch(un)kenntnisse zum besten gegeben. Die Musik an sich ist immer noch nicht mein Geschmack, aber wenn sie am 13.07. in Heidelberg spielen, werde ich nicht zweimal überlegen, ob ich wieder hingehe.