Eine fantastische Support-Band namens „Mystery Jets“ haut Dir erstmal auf’s Maul mit Musik, die sich anhört, als hätten die Liars noch nie was anderes gemacht, als Joints rauchen und Folk spielen. Der Einmarsch, die Aufstellung, der Humor, die Briten. Sie fragen, was der Scheiß soll, mit diesen ganzen seltsam angezogenen Leuten und wir erklären ihnen, das sei so ein „Carnival“-Blödsinn, woraufhin sie was von Sheffield erzählen und nochmal munter auf die Basedrum hauen. Dann sind auf einmal 10 Menschen auf der Bühne, bauen um, checken Mikros, fuchteln mit den Armen und drehen an Knöpfen und dann laufen sie ein, zu irgendso einem HipHop-Dings, das irgendwie ganz toll passt. 4 pickelige Youngsters betreten die Bühne und der ganze Laden rastet völlig aus.
Sie haben ihre Strategie geändert. Noch vor 2 Wochen las man davon, dass die Arctics zuerst mal „I bet you look good on the Dancefloor“ und dann gleich noch „Sun goes down“ raushauen, das tun sie nicht mehr. Es ist auch egal. Was zählt sind die Songs, die allen Menschen um mich herum ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und 32jährige Männer wie Teenies herumhüpfen lässt, wie zu Rave-Zeiten. Sie entfesseln einen Sturm da auf der Bühne, ohne tolle Show, ohne große Gesten, sie hauen dir einfach mit Zeilen wie „I thought a thousand million things that I could never think this morning“ den Verstand raus, bis Du platzt und Deine Eingeweide auf den Dancefloor schleuderst. Und eintausend Gläubige singen mit.