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Lesen Sie im ersten Teil des Berichts von der chaotischen Anreise zum Konzert.
Die Insel Ziegenwerder ist das schönste Fleckchen Frankfurt/Oder, das ich bisher entdeckt habe (ist ja nicht schwer, wenn man Frankfurt/Oder mal bei Tageslicht gesehen hat). Sie ist - nomen est omen - eine Insel, auf die man nur trockenen Fußes raufkommt, wenn man eine der beiden Brücken benutzt (Foto 1, Foto 2). Für Veranstalter muss das ein himmlischer Ort sein, spart man doch tausende Meter Absperrgitter und jede Menge Security. Und es gibt keine Anwohner, die Punkt 22.30 Uhr die Polizei wegen Lärmbelästigung rufen.
Die Security nahm ihren Job an diesem Abend auch nicht so genau. Direkt vor der Einlasskontrolle, die beunruhigenderweise fast leer war, hing ein großes Nicht-Fotografieren-Schild. Dieses Schild habe ich, zusammen mit einem der Securitys, fotografiert, bevor ich meine Karte vorgezeigt habe. Er wies mich aber weder auf das Filmverbot hin, noch wollte er mich abtasten, um nach Waffen und Feuerwerkskörpern, die ich in den Taschen hätte tragen können, zu suchen. Zum Vergleich: Beim Pearl-Jam-Konzert in Berlin durfte ich nicht mal eine Plastikflasche mit Mineralwasser samt Verschluss mit reinnehmen und wurde an Stellen berührt, die höchstens mein Urologe kennt.
Die Elektronischen Burgfestspiele auf der größten Burgruine Deutschlands waren immer gut besucht und fanden vor 2 Jahren das letzte mal statt. Dann war es aus. Keine wummernden Bässe mehr in den ehrwürdigen Mauern.

Die Bright Eyes zu sehen war eigentlich eine logische Entscheidung, mag ich die Band doch sehr, besonderes die ruhigen, mit akustischer Gitarre gespielten Songs. Trotzdem habe ich mir kein Ticket vorbestellt und mich erst am Donnerstag entschlossen, wirklich da hin zu gehen. Keine lange Phase der Vorfreude wegen spontaner Aktion.
Leider hieß das auch ein teureres Ticket kaufen zu müssen, das dann leider 25 statt 20 Euro kostete. Dafür gab es dann auch eine Vorband. Oder eine Vorsängerin. Die nennt sich Jaymay, hatte trotz der unglaublichen Hitze im Atelier eine Mütze auf und stand mit einer akustischen Gitarre auf der Bühne. Und sang über Beziehungen. Und das klang alles sehr schön. Ich habe sofort an New York und diverse Szenen aus „Friends“ denken müssen, und ich sollte Recht behalten: Jaymay kommt tatsächlich aus New York und hat ihre Karriere an offenen Mikrofonen begonnen. Sie kann neben wunderschönen Liedern trällern auch noch erstaunlicherweise Blasinstrumente mit ihrem Mund nachmachen. Das klingt täuschend echt, sieht ein wenig merkwürdig aus und gab im Atelier Szeneapplaus.
Soweit ich sie verstanden habe, war dieses Konzert erst das zweite, das sie vor den Bright Eyes gespielt hat. Sie hat sich bedankt, verwirrt ob der vielen möglichen Schreibweisen von „Luxemburg“, wirkte ein wenig aufgeregt und hat irgendwann dann doch ihre Mütze ausgezogen.

(Bild CC by Jacobine)
Pearl Jam in Berlin, Wuhlheide. Spätsommer 2006. * *
Ich gehe allein auf ein Konzert und da zwei Tage später mal wieder eine Prüfung ansteht, nehme ich einige Notizen mit. Die wahren Einsamen erkennt man ja bekanntlich daran, daß sie vor Konzerten allein herumstehen oder sitzen und lesen. Oder rauchen. Mit anderen zusammen auf ein Konzert zu gehen ist für mich eine recht ungewöhnliche und seltene Erfahrung. Immerhin wurde ich dorthin kutschiert, von zuhause ist es nicht weit und der Karpate ließ mich vorn auf seinem Fahrrad mitfahren.
Einen wunderbaren (Sitz-)Platz hab ich erwischt, mittig, links neben dem Soundboard. Bald werden die Plätze neben mir von netten Jungs belegt, Belgier, die mit einem Sachsen, man hört es deutlich, lustig kauderwelschen. Wir kommen ins Gespräch, meine Verbtabellen des Syro-Aramäischen fallen auf. Man bringt mir ungefragt ein Bier mit, Oh, I thought you might like - ah, see, you like it! Now you’re smiling!, wir plaudern. Samuel, Istvan, noch ein Belgier und der Leipziger. Wir besprechen unsere Pearl Jam-Erfahrungen, die Belgier waren in Antwerpen, Madrid und Paris. Da sie alle relativ jung sind, um die 20, haben sie Pearl Jam erst vor fünf bis sechs Jahren entdeckt.
Es gibt (oder gab) Probleme mit der Einbindung von Youtube Videos, was, wie ich denke, mit den Autorenrechten zusammenhängt. Der Youtube-Code wurde beim Sichern zerhackt. Deshalb habe ich allen Autoren den Admin-Status verpasst. Ihr könnt jetzt also überall rumfummeln. Lasst das! ;-)
Wir haben übrigens mittlerweile über 60 Autoren. Ist das geil oder ist das geil?
Das Tagging-Problem dürfte sich übrigens in Luft auflösen: Ab Wordpress 2.3 gibt es standardgemäß Tags, weshalb der UTW wohl auch nicht mehr weiterentwickelt wird. Und diese Tags lassen sich gruppieren und getrennt darstellen. Yay! Genau was wir brauchen. Ups, da hatte ich was falsch verstanden: die Tags lassen sich auch in WP2.3 nicht gruppieren… Vielleicht kann man’s ja irgendwie aufbohren…
Zum Schluß noch eine Ansage: tragt Euch auf der Autoren-Seite ein, verdammt! ;-)
Hi folks
der Klimawandel ist schon ein ziemliches Arschloch, aber wat soll’s… Davon kenn ich ja auch noch einige mehr… Trotz der gefühlten 45 Grad in meiner Bude noch mal ein kurzer Abriß von der gestrigen Campus Invasion in Magdeburg:
Los gings bereits gegen 13 Uhr, da der Deutsche von Grund auf pünktlich (?) und vorausschauend anreist. Ausserdem hatte es irgendwer festgelegt und da hinterfragt man die Logik nicht. Kolonne; 4 Autos und schwupps waren wir die A 14 hoch. Ich war inklusive dem Konzert erst zwei Mal in Magdeburg, und das ist auch nicht so schlimm, wenn es dabei bleibt. Aber schließlich ist man durch Halle bereits ziemlich gut Hornhaut auf den Pupillen….
Egal, zurück zur Invasion. War erst mit der Claudi in der Stadt und haben uns die erste Band Gym Class Heroes geschenkt… Pünktlich zu Boundzound sind wir dann wieder aufgelaufen, nachdem wir den Einlaß hinter uns hatten. Die Security denkt sich aber auch immer wieder neue Spiele aus… Diesmal durften alle Gefäße bis 0,5 l passsieren, nur vorher aufschrauben und (!!!!) den Deckel weghauen… Wie dumm ist das denn? Jetzt weiß ich wenigestens, wo in den Bars der Begriff “Offene Getränke” herkommt…Fuckin’ fuck.
Im Zimmer herumlungern, gute Musik hören und gut Bier trinken.
Das Wohnzimmer war ein Fremdes, die Musik war live und das Bier war frei.
Ich war auf einem Wohnzimmerkonzert mit Crazy for Jane, dem 7 Wochen alten Duo “Bobby and Blumm” und Jens Friebe.
Den Rahmen bilden 3-4 Lieder und jeweils zwei Sets eines jeden Auftretenden, getrennt durch eine Raucher- und Getränkenachschubhalbzeit. Alles bei jemandem zu Hause, der, oder in diesem Falle die, ein größeres Wohnzimmer hat, in das mindestens 20 Klappstühle passen.
Die charmante Organisatorin scheint alles im Griff zu haben, was ein halböffentliches, teilakustisches Konzert bedarf.
Sogar die Künstler bedanken sich bei der Gastgeberin und er gesteht, im Bad den Drogerieschrank benutzt zu haben.
Solch ein Minigig ist super, wenn die passende Mischung stimmt. Die happy and sad Musik der frisch “beplattetten” Crazy for Jane ließ viele Sitztänzer swingen. Anschließend die sehr ruhige, liebliche, leise Stimme der Sängerin Bobby, oder Blumm?, die von sphärisch und gleichzeitig rhythmischer Guitarre begleited wurde. Ich war leider von den Augen abgelenkt; in dunkle tiefe Seen gezogen. Und Jens Friebe war Jens Friebe.

Crazy for Jane
Die Jungs von Itchy Poopzkid wurden ihrer Anheizerrolle gerecht, so wurde viel und nett mit dem Publikum in der ausverkauften Live Music Hall geplaudert, zur Beteiligung an einer Wall of Death und zum Mitsingen aufgefordert . Insgesamt lieferte die Band eine gute, halbstündige Show ab. Die gespielten Songs, wurden technisch und handwerklich einwandfrei vorgetragen und mit glasklarem Sound in das tobende Publikum gehämmert. Zugegeben, ich bin nicht der riesen Itchy Poopzkid Fan, warum ich deren Show nur mit einem Auge und Ohr in Vorfreude auf den Mainact verfolgte. Stellenweise sind mir deren Songs einfach zu repitativ. Fünfminütige Songs, deren Liedtexte nur aus zwei Sätzen bestehen, waren noch nie mein Ding. Den Zuschauern schien es aber blendend zu gefallen, denn während die Vorband spielte, war im “Biergartenbereich” der Venue kaum ein Besucher anzutreffen, was nicht immer der Fall ist.
Seit meiner ersten Live-Begegnung mit den Arctic Monkeys hat sich einiges getan: Viel umjubeltes erstes Album. Unzählige NME-Huldigungen. Zwei Brit-Awards. Mercury Music Prize. Line-Up-Wechsel am Bass. Nicht zu vergessen das eiligst nachgeschobene, nicht mehr ganz so viel umjubelte zweite Album. Was nichts daran änderte, dass im Vergleich zu damals die Auftrittsorte, wo man gastiert, merklich größer geworden sind. Bei den Konzerten selbst blieb alles beim Alten. Es ist immer noch dieser unwiderstehliche Groove, der die Songs der Arctic Monkeys ausmacht. Dazu Turners Gesang, den man immer noch mit Mike Skinner vergleichen könnte, wenn dieser denn überhaupt singen würde. Und der Drummer hämmert immer noch auf sein Schlagwerk ein als gebe es kein Morgen. Kurz: Die vier Jungs, bei denen man sich - auch gut eineinhalb Jahre danach - fragt, ob sie denn überhaupt schon Bier trinken dürfen, rocken immer noch wie Sau. Der Dauergrinser im Gesicht des Betrachters ist derselbe geblieben. Immer noch vor lauter Begeisterung. Einziger Unterschied: Der Zauber ist nicht bereits nach einer Dreiviertelstunde vorbei, sondern dauert inzwischen 75 Minuten an. Auf Zugaben wurde auch diesmal verzichtet. Kein unnötiges Hinauszögern. Immer noch.
Wunderbares Konzert-Review auf Nonstop.
Am 20. Juni war es endlich soweit. ‘Incubus‘ live auf der Museumsmeile in Bonn. Mit am Start war die Band ‘State Radio’ als Support. Hätte ich Incubus nicht bereits vier Mal live gesehen, wäre ich sicherlich hochauf begeistert von der abgelieferten Show gewesen, von deren Länge und dem recht leisen Sound abgesehen. Mir drängte sich die ganze Show über das Gefühl auf, dass die Beschallung nur von den Monitorboxen on Stage ausging. Wer die Band schon länger kennt und einen Blick auf die Setlist wirft, wird über die gelungene Mischung alter und neuer Stücke sehr erfreut sein. Lediglich das von vielen Fans vermisste “A Certain Shade of Green“ hätte zur Bestof Vervollständigung noch gefehlt.Dank der bereits am frühen Morgen geopferten Tokio-Hotel Fanartikel, war der Funk-Metall-Gott auf unserer Seite und bedankte sich mit trockenem, schwülen Wetter und wohlig temperierten Gärgetränken bei uns für diese Ehrentat.
‘State Radio’, aus Sherbon (Massachusetts), legten pünktlich um 19:00 Uhr mit einer gesunden Mischung aus Funk/Reggae los. Trotz erstklassiger Musik, wollte aber nicht so wirklich Spaß in der Menge aufkommen. Von meinem Überwachungsposten am Bierwagen aus, zählte ich keinen einzigen Crowdsurfer und nur recht wenig rhythmisch wippende Köpfe. Dieser festgestellte Zustand sollte sich mit dem Headliner nicht wesentlich verändern, was wohl eher mit dem steifen Bonner Publikum der “Du-ich-würde-da-jetzt-echt-gerne-mit-dir-drüber-diskutieren-Studenten” Kategorie, als mit der von der Band abgelieferten Show zusammenhängen dürfte, denn an dieser gab es nichts auszusetzen. Selbst bei diesem dürftig, leisem Sound, hätte ein bisschen mehr Party in der Menge abgehen können.
Da ich vier der Bands die in dem AJZ Chemnitz spielen sollten und drei von ihnen zu meinen derzeiten Favorite-Bands gehören war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Konzert! Job for a cowboy, Parkway Drive, Bring me the horizon und Converge standen auf dem Plan. Auch noch vier weitere Bands dessen Namen ich leider vergessen haben waren auch noch vertreten. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, sind wir zu spät losgefahren und haben die ersten beiden Bands verpasst, was nicht so schlimm war, da wir ja wegen anderen Bands da waren. Dort angekommen, waren Bring me the horizon schon am aufbauen und der Club füllte sich zusehends und ich wurde immer aufgeregter, hatte mir ja schließlich viel von denen erwartet. Und als sie dann endlich anfingen stellte ich fest das sie alle meine Erwartung erfüllten und sogar übertrafen! Sofort bewegten sich die Leute, fingen an zu moshen und ein schöner Pit war am brodeln. Sie spielten fast so wie man es von der CD gewohnt war und Olli gab einfach alles und crowlte als gäbs kein morgen mehr. Faszinierend wie jung die doch sind… Leider spielten sie nur ca. eine halbe Stunde, n bissl kurz aber auch nich schlecht, erstmal rausgehen zum verschnaufen. Das ist auch der Grund weshalb ich die nächste Band verpasste.
Es war ein Tipp von einem Freund: “Du, ich freu mich voll auf die Kleingeldprinzessin, die kommt auf die Fusion, da müssen wir hin!”. Die Kleingeldprinzessin ist die Sängerin von Dota & Die Stadtpiraten. Ja gut, erstmal bei Myspace reingehört klang es interessant. Witzig. Aber jetzt so livemäßig war das eher schwierig vorzustellen.
Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und das Konzert wurde für mich eines der erinnerungswürdigsten. Das Konzerte wurde in der Dubstation abgehalten. Aber gemütlich am Feuer im Sand sitzen, Jongleuren bei ihrem Treiben zu sehen und ein wenig nette Hintergrundmusik genießen, das alles sollte hier nicht der Fall sein. Es wurde gerockt, getanzt, gejazzt, gefreestyled und gestimmt (die Gitarre von Dota, weil es so feucht und regnerisch war).
Die Sängerin charismatisch, nett, freundlich, witzig, wirkt kindlich. Man möchte sie umarmen. Ihre Texte sind intelligent, einfallsreich, bewegend, angreifend, beschuldigend, humorvoll, beschwichtigen, traurig, weltbewegend, tiefsinnig, emotionsgeladen.
Der Rest der Band (Bassist, E-Gitarrist, Schlagzeugist) ist eine Gruppe profesioneller Musiker, die der Musik keine Grenzen setzt, Wege verlässt, spielt was Spaß macht und einen Tanzen, Lachen, Genießen lässt.
Oft während des Konzerts ließ die Sängerin ihren Musikern freien Lauf, es entstand fast ein jamsessionartiges Gefühl. Man hatte wirklich den Eindruck, dass alle ebenbürtig sind und zu einem großartigen Konzert beitragen. Die Sängerin als Teil der Band und nicht als Head, der den Applaus abgreift.
Ich habe Mother Tongue zum ersten Mal vor zwei oder drei Jahren live gesehen und das Konzert hat mich absolut umgehauen, da brauchte ich nicht lange überlegen als ich die Plakate für die Show in Leipzig sah.
Na also, Kackwoche, geht doch! Geht doch!!
Ich war schon wieder auf dem besten Konzert dieses Jahres, und Franzicle war auch dabei. Natürlich auch ein ganz anderes “bestes” als das andere Beste, Mutemath. Calexico eben.
Ich gebe es umumwunden zu: Ich bin verliebt in den Gitarrensound der Band - was Joey Burns da aus seinen Klanghölzern herauszaubert, ist einfach unglaublich schön. Wer Calexico noch nicht gehört hat, dem ist es schwer zu erklären, was diesen Sound ausmacht, der irgendwie mächtig und zugleich filigran daher kommt… so klingen Surfgitarren an ausgetrockneten Meeren. Die ganze Band klingt unglaublich, angefangen vom John Convertino-Schlagzeug (und die Sau sieht auch noch total entspannt und GUT aus während der Arbeit), über den meist eingesetzten Kontrabass rüber zur Steelguitar hin zu den Bläsern - die sich im Laufe des Konzertes zu wahren Multiinstrumentalisten wandelten; abwechselnd wurde geblasen, Tastengeklimpert, Cabasageschüttelt, gesungen, Xylophoniert - super.
Das ganze Set war in sich rund und geschlossen, und die Centralstation war vom ersten Ton an in die unglaubliche Atmosphäre eingetaucht, die die Songs von Calexico schaffen. Mich hatten sie wirklich ab dem ersten Ton. Schön anzusehen waren auch die Projektionen auf die Wand hinter der Bühne, wobei mir der Genuss von Skelett-Nonnen und anderen Dias de Muerte Motiven etwas vergällt wurde dadurch, dass ein Teil davon auf die Halbglatze eines Hühnen vor mir projeziert wurde…

Dass ich mit einem Vinyl nach Hause laufen werde, welches sogar in Europa nicht erhältlich ist, war mir eigentlich schon zu dem Zeitpunkt klar als ich die Jungs von The Jai-Alai Savant an der Bar sitzen sah. Rauchend schauten sie, nicht wie die meisten anderen Band, die sich vor ihrem Auftritt im Backstage Bereich vergraben, dabei zu wie sich der kleine Laden füllte und traten dann direkt auf die Bühne.
Jai Alai ist, so nebenbei - man spricht es Hai-elai Sa-von aus -, eine der härtesten Sportarten der Welt, bei der es jährlich zahlreiche Todesfälle gibt, siehe wikipedia. Ralph Darden, der Frontman und Bandgründer beschriebt die Namensfindung wie folgt:
Ein Jai Alai Spieler an sich ist bestimmt schon ein ganz schöner Haudegen, aber ein Jai Alai Profi, ein Experte, ein Savant, muss ja ein echter bad motherfucker sein“ dachte ich und entschied, dass so meine nächste Band heißen solle: THE JAI-ALAI SAVANT! Es passt einfach alles, naja, es ist schwierig zu schreiben und auszusprechen, wenn du nicht weißt, was es ist, aber es hört sich wunderschön an!
Okay, Ultimate Tag Warrior lässt keine Untergruppen zu, sprich, ich kann die Tags nicht nach Ort/Location und Bands trennen. Schade, is aber so. Um weitere Unübersichtlichkeit in der rechten Sidebar zu vermeiden bleibt daher nur ein Weg: fort mit den Orten und Locations. Eine Umfrage dazu gibts, wer hätte das gedacht, in der rechten Sidebar. Rinjehaun.
Alle, die hier mitmachen, können eins oder zwei oder zehn Sätze in der Autoren-Seite verewigen und dort rumspammen Links auf die eigenen Seiten setzen, wie es grade passt. Editieren kann man diese Seite nach dem Login.
Ansonsten: das liest sich alles so geil, ich hab hier eine Menge Spaß dran, ganz im Ernst. Und bin gespannt, wie es hier in einem halben Jahr zugeht.
(ASP - gesprochen ASP - unter keinen Umständen “Ah Es Pe”)
Es war ein schöner Apriltag als es eindlich so weit war. 2 oder 3 Monate hatte ich die Karte schon gebunkert - zum Glück, denn einen Monat vor dem Konzert gab es keine einzige verdammte Karte mehr!
Der Weg von Dortmund nach Essen war relativ locker. Gleis checken, warten, aussteigen, 5 Minuten laufen…und da! War mir ganz recht da ich normalerweise einen Orientierungssinn habe wie ein Stein!
Da ich recht früh da war gelang es mir einen Platz in der ersten Reihe zu sichern (okay, in der zweiten…dieses hübsche Mädel musste ich vorlassen *g*) und wartete auf die Vorband. “The Beauty of Gemina” sind ganz nett, einige Lieder rockten ganz gut aber es ganb viel ruhiges. Nicht das beste um die Menge anzuheizen aber wirklich nett!
Als ASP auf die Bühne kamen tobte die Halle wie verrückt. Und als die ersten Takte von “Duett” erklangen dachte ich die Halle stürzt ein. Isse aber nicht (wär auch n kurzes Konzert gewesen). Außer Duett hab es noch mehr neue Lieder zu hören wie “Nie mehr”, “Coming Home” oder einen Teil von “Schwarzer Schmetterling: Nekrolog”. Ich kann nur jedem der einigermaßen “dunkle Musik” hört empfehlen sich ein Konzert von ASP anzuschauen.
Ein Urgestein der deutschen Festivals ging dieses Jahr in die 25. Runde, Grund genug für mich, der Veranstaltung wieder mal einen Besuch abzustatten. Kost’ ja keinen Eintritt. Ein weiterer guter Grund ist die Tatsache, daß die Rheinkultur eines der wenigen Festivals ist, bei denen keine Monokultur vorherrscht und fast jeder Fan einer bestimmten Richtung voll auf seine Kosten kommt.
Bühne 1 und 2 boten viel für die Freunde von Rock/Alternative/Indie/Punk usw.
Bühne 3 war den Fans von (meist deutschem) Rap / HipHop vorbehalten
Bühne 4 gab allen Drum&Bass / Jungle Fans wieder “voll auf die 12″
Geärgert hat mich wieder die Tatsache, daß der Techno Floor aus früheren Jahren schon wieder nicht mit dabei war (und ich nehme mal an, für immer begraben ist). Der wurde damals mit der Begründung gecancelt, daß es mit den Anwohnern wegen der Lautstärke vor allem Abends Probleme gäbe. Habe ich nie so richtig verstanden, warum dann gerade der nicht minder laute Jungle Bereich keine Probleme macht.
Aber egal, hier eine kleine Chronologie des Tages:
Um kurz vor 14:00 Uhr auf dem Gelände eingetroffen, mit Familienanhang (mein Vater nämlich, der alte Haudegen, der schon auf Konzerte ging, als die Stones noch ne kleine Nummer waren, sowie mein “kleiner” Bruder).
Ich weiss nicht mehr genau wann es war, aber es muss schon vier oder fünf Jahre her sein. Billy Crystal war damals der Showmaster der Oscar-verleihung in Hollywood. Vor der Show gab es einen extrem witzigen Clip mit ihm zu sehen, in welchem er in ein Kino geht, sich ein Ticket kauft, Popcorn ebenso, dann die Werbung über sich ergehen lässt - und wenn der Film beginnt, stellt er einen Camcorder auf einem Stativ neben sich und fängt völlig ruhig an, den Film aufzunehmen. Damals fing grade dieser Screener-Quatsch an und der Witz war ein großer Brüller für “Downloader”. Aber was hat das mit Eric Clapton zu tun?
Vielleicht kann man über ein Sisters-Konzert 2006 ja auch nur das gleiche schreiben wie über ein Sisters-Konzert 2003 oder irgendeines davor. Vielleicht kann man immer wieder nur betonen, daß es diese “Band” schafft, seit deutlich über 15 Jahren ohne neu erschienene Tonträger immer wieder auf Welttournee in quasi-ausverkauften Hallen zu spielen. Vielleicht könnte man ja auch mal erwähnen, daß der Altersdurchschnitt im Publikum dann offenbar bei knapp 30 Jahren liegt, und daß unter den Kerlen im Publikum auffällig viele mit manischem (aber doch irgendwie entspanntem) Fanboy-Blick und mit defektem Haarschnitt sind, die außerdem noch den Sisters-Stern bzw. das Logo auf den Oberarm tätowiert haben. Vielleicht kann man dann auch immer wieder erwähnen, daß Andrew Eldritch auch 2006 noch im St.-Pauli-Shirt, mit Sonnenbrille im Gesicht und Kippe in der linken Hand in einer “wall of fog” ™ auftritt, so daß sich die Bühnendeko auf sehr viel buntes bzw. verschiedenfarbiges Licht, Strobo und eben dramatisch viel Nebel beschränkt, aus dem heraus man hin und wieder den Meister oder die eher unauffälligen Gastmusiker auftauchen sieht. Dann müßte man auch all die anderen Konzert-Review-Klischees durchmachen, beispielsweise das Nicht-auslassen sondern eben “Erst-recht-spielen” von eigentlich ja totgenudelten Hits wie “Temple Of Love”, die aber im Konzertrahmen eben dann doch wieder funktionieren. Oder wie begeisternd die Menge der alten Säcke ausflippt, sobald die ersten Töne von “Alice” erklingen. Und daß bei einem Sisters-Konzert die ungeschriebene Regel, nie ein Shirt jener Band zu tragen, die gerade auftritt, komplett unbekannt und somit ungültig zu sein scheint.
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