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Joa, ich sag mal, Zielgruppe: ganz normale Leute. So wie Du halt. Nicht so wie ich, ich war nur einmal da. Wir waren echt, echt spät dran, die haben grade losgelegt, kurz bevor wir an der Garderobe dran waren. Aber kein Ding, die Garderobe hat eh grade dicht gemacht, bevor wir unsere Jacken abgegeben haben. Also konnten wir uns ein gemütliches Plätzchen in den hinteren Reihen suchen und uns Fettes Brot ansehen. Vorher noch ‘nen kleinen Schnack mit meinem Fahrlehrer gehalten und innerlich neues Genre erfunden: Statt Fahrstuhlmusik gibt es jetzt Fahrlehrermusik. Muss ich mir merken für die nächste Platte von Robbie Williams.
Den Titel da oben könnt ihr euch schonmal vormerken für Sommer, wird das neue Schwule Emanuela, also der Überhit von Cocktailparty-Invasion bis Ballermann. Ich finde den Song nicht sooo geil, aber insgesamt muss ich sagen, wird Strom und Drang wohl ein ziemlich geilomates Album. Vor allem (Titel mal so hingestellt) “Faust hoch” und “Lass Dich nicht los” werden richtig phatt. Die Ansagen dazwischen: Erste Sahne. Die Jungs haben immer ‘nen guten Schnack drauf. Alles sehr routiniert, aber trotzdem witzig.
Ja nun, was soll ich sagen… ich war wegen Turbonegro da und wollte mir mal das Kasperletheater von Brian Warner ansehen. Ich hattte also von vorneherein eine hochgezogene Augenbraue am Start. :-)
Dank perfektem Timings, Druidenwissen und Kenntnis der geheimen Parkplätze rund um die Stadthalle kamen wir exakt in dem Moment in die Halle, in dem das Licht ausging und Turbonegro ihre Show begannen. Es folgte ein routiniertes Set, alle Crowdpleaser wurden gespielt, Hank stellte einmal mehr unter Beweis, dass er dummes Zeug auch prima auf Deutsch erzählen kann, Euroboy wird immer dünner, Happy-Tom wurde als Alkoholiker geoutet, aber der ganze Auftritt fand irgendwie mit angezogener Handbremse statt. Ich war einmal mehr erstaunt, dass es offenbar wirklich so ist, dass eine Supportband den schlechteren und vor allem leiseren Sound gemischt bekommt. Wer Turbonegro schon als Hauptact gesehen hat, weiss, wie die Ballern können. Geballert hat das in Offenbach nicht wirklich, wobei es ingesamt ein kompakter runder Auftritt war.