In letzter Zeit häuften sich die Trackback- und Kommentarspams, die Akismet durchgelassen hat… deshalb muss ab jetzt jemand, der einen Kommentar schreibt, mindestens einen bereits genehmigten Comment hinterlassen haben, bevor der Kommentar erscheint. Damit sollte sich das Thema erledigt haben…
Es gibt (oder gab) Probleme mit der Einbindung von Youtube Videos, was, wie ich denke, mit den Autorenrechten zusammenhängt. Der Youtube-Code wurde beim Sichern zerhackt. Deshalb habe ich allen Autoren den Admin-Status verpasst. Ihr könnt jetzt also überall rumfummeln. Lasst das! ;-)
Wir haben übrigens mittlerweile über 60 Autoren. Ist das geil oder ist das geil?
Das Tagging-Problem dürfte sich übrigens in Luft auflösen: Ab Wordpress 2.3 gibt es standardgemäß Tags, weshalb der UTW wohl auch nicht mehr weiterentwickelt wird. Und diese Tags lassen sich gruppieren und getrennt darstellen. Yay! Genau was wir brauchen. Ups, da hatte ich was falsch verstanden: die Tags lassen sich auch in WP2.3 nicht gruppieren… Vielleicht kann man’s ja irgendwie aufbohren…
Zum Schluß noch eine Ansage: tragt Euch auf der Autoren-Seite ein, verdammt! ;-)
Seit meiner ersten Live-Begegnung mit den Arctic Monkeys hat sich einiges getan: Viel umjubeltes erstes Album. Unzählige NME-Huldigungen. Zwei Brit-Awards. Mercury Music Prize. Line-Up-Wechsel am Bass. Nicht zu vergessen das eiligst nachgeschobene, nicht mehr ganz so viel umjubelte zweite Album. Was nichts daran änderte, dass im Vergleich zu damals die Auftrittsorte, wo man gastiert, merklich größer geworden sind. Bei den Konzerten selbst blieb alles beim Alten. Es ist immer noch dieser unwiderstehliche Groove, der die Songs der Arctic Monkeys ausmacht. Dazu Turners Gesang, den man immer noch mit Mike Skinner vergleichen könnte, wenn dieser denn überhaupt singen würde. Und der Drummer hämmert immer noch auf sein Schlagwerk ein als gebe es kein Morgen. Kurz: Die vier Jungs, bei denen man sich - auch gut eineinhalb Jahre danach - fragt, ob sie denn überhaupt schon Bier trinken dürfen, rocken immer noch wie Sau. Der Dauergrinser im Gesicht des Betrachters ist derselbe geblieben. Immer noch vor lauter Begeisterung. Einziger Unterschied: Der Zauber ist nicht bereits nach einer Dreiviertelstunde vorbei, sondern dauert inzwischen 75 Minuten an. Auf Zugaben wurde auch diesmal verzichtet. Kein unnötiges Hinauszögern. Immer noch.
Okay, Ultimate Tag Warrior lässt keine Untergruppen zu, sprich, ich kann die Tags nicht nach Ort/Location und Bands trennen. Schade, is aber so. Um weitere Unübersichtlichkeit in der rechten Sidebar zu vermeiden bleibt daher nur ein Weg: fort mit den Orten und Locations. Eine Umfrage dazu gibts, wer hätte das gedacht, in der rechten Sidebar. Rinjehaun.
Alle, die hier mitmachen, können eins oder zwei oder zehn Sätze in der Autoren-Seite verewigen und dort rumspammen Links auf die eigenen Seiten setzen, wie es grade passt. Editieren kann man diese Seite nach dem Login.
Ansonsten: das liest sich alles so geil, ich hab hier eine Menge Spaß dran, ganz im Ernst. Und bin gespannt, wie es hier in einem halben Jahr zugeht.
Als ich die zwei chemischen Brüder das erste mal live sah, das war direkt nach ihrem ersten Album, da sagte ich zu meinem Kumpel Flo: „Alter, das wird elektronische Musik für immer verändern.“ Das war lange Zeit vor Electroclash, vor Justice und Mia und Daft Punk und M.I.A. und wie sie alle heißen und Underworlds „Born Slippy“ war (glaube ich) auch noch nicht erschienen. Ich erlebte damals den Einzug des Rock in die Elektronik. Als ob die beiden jemals voneinander getrennt gewesen wären.
An diesem Abend legten Laurent Garnier, Jeff Mills, Richie Hawtin und Carl Cox auf, im Gedächtnis blieb mir der Auftritt dieser Nerds mit ihren gepitchten HipHop-Beats. Das war damals der erste Moment, in dem die Raver merkten, dass es nicht schnell sein muss, um zu rocken. Gabba sagte damals endlich Tschüss und machte Platz für die Nachfolger, die der Elektronik danach das Rocken beibrachte.
Ich danke den Chemicals nicht nur für den Namen dieses Blogs. Wie ein Liveauftritt von ihnen heute aussieht, zeigt ein Video von ihrem Auftritt in Glastonbury vor wenigen Tagen…
Bei den Tags sollten wir ein paar Formalien einhalten, obwohl ich Formalien eigentlich hasse, wie die Pest. Aber sonst haben wir da zwei Millionen Tags in der rechten Sidebar, die allesamt einmal vorkommen.
1.) Leerzeichen trennen wir mit einem Bindestrich. Also „Maximo-Park“ statt „Maximo Park“ oder „Maximo_Park“.
2.) Keine Musikrichtungen, sonst wird es nur unübersichtlich. Ska-Folk-Pop-Electropunk, anyone?
3.) Locations und Städte bitte getrennt, also nicht „Nachtleben Frankfurt“, sondern „Nachtleben“ und „Frankfurt“. Ich überlege sowieso, Städte und Locations rauszuschmeißen… was meint der Rest?
Ich werde ab und zu aufräumen in den Tags, keine Sorge. Und jetzt: weiterrocken. Das läuft besser als ich dachte und macht einen Heidenspaß! Das wird ‘ne tolle Sammlung!
BRB ist ein offenes Blog für Konzertberichte, jeder kann sich registrieren und sofort losrockenschreiben. Wordpress ist ein recht einfaches Blogsystem, falls jemand Probleme damit haben sollte, flugs eine Mail an mich: rene.walter ät gmail.com, ich versuche, so schnell es geht zu antworten.
Ein paar Formalien gibt es dabei zu beachten: den Titel bitteschön möglichst aussagekräftig gestalten, also Band, Datum und Ort. Oder so. Dann habe ich den Ultimate Tag Warrior installiert, mit dem die Artikel verschlagwortet werden, dafür ganz einfach: Band/Live Act und Ort verwenden. Die maximale Bildbreite beträgt 480 Pixel. Und das war es auch schon mit den Vorgaben, sonst könnt Ihr machen, was Ihr wollt. Es muss nicht immer ein langer Bericht sein. Wenn man woanders einen tollen Konzertbericht findet, kann man auch darauf kurz hinweisen. Fotostrecken: sehr, sehr gerne. Liveblogging einer Konzertübertragung: na klar. Die Musikrichtung ist herzlichst egal, Pop, Rock, Soul, Techno, Punk… alles geht. Von mir aus sogar Hip Hop.
Jeder, der sich registriert, hat Autorenrechte und kann auch ins Blogsystem eingreifen. Baut keine Scheiße! Ich erwarte Fairness, Untrolligkeit und ansonsten: Rock and Roll all night, Baby!
Morgens besahen wir unsere Schuhe, deren einer mir fast - aber nur FAST! - im Hurricanlichen Schlamm höchstselbst steckenblieb. Ich hielt ihn grade noch mit einem kleinen Zeh fest und schlappte sodann mit einem halbangezogenen Schuh ein paar Meter zum nächsten trockenen Stück Land, wo ich in wieder über den Fuß streifte und dabei feststellte, dass der Schlamm seinen Weg ins Schuhinnere gefunden hatte. Und morgens besah man sich die braune Pracht, die früher mal ein Paar weiße Sneaker darstellten. Nicht schön, aber scheiß drauf.
Als die Queens of the Stone Age den ersten Tag des Hurricane Festivals beendeten war es circa 1:30 Uhr, unsere Sachen lagerten rund 30 Kilometer entfernt in einem Hotel und wir wateten mit 50000 Menschen durch den Schlamm, auf die Straße, zur Hauptstraße - ein Weg von immerhin einer halben Stunde - wo bestellte Taxis auf- und abfuhren und für uns keines anhielt. Schließlich kamen wir auf die Idee unseren persönlichen Taxidriver anzurufen, der zu diesem Zeitpunkt in Bremen weilte, was sich für uns erstmal derbe weit entfernt anhörte, tatsächlich aber stand er mitsammt Taxi 20 Minuten nach Anruf vor uns. Und wärend dieser 20 Minuten kam uns eine Idee:
„Moment mal, hat der nicht vorhin gesagt, er habe Zimmer zu vermieten, oder?“
„Yep.“
„Warum stornieren wir nicht das Zimmer im 98 Kilometer entfernten Rotenburg und quartieren uns bei dem ein?“
„Noch heute Nacht?“
„Wenn er das mitmacht…“
„…dann schreiben wir denen einen Zettel…“
„…’Notfall +++ stop +++ Müssen abreisen +++ stop +++ Hier ein Fuffi und danke fürs Gepäckunterstellen +++ stop’ oder so ähnlich…“
„…genau!“
Also fläzten wir uns auf die Rückbank, dankten irgendwem für die neue bremer Gemütlichkeit und fragten Mr. Taxidriver: „Sagen Sie mal, lieber Mann, Sie meinten doch vorhin, sie hätten Zimmer zu vergeben?“
„Ja“ meinte da der Taxifahrer, „ich hätte da noch Zimmer zu vergeben.“
„Meinen Sie, wir könnten eins davon, äh… quasi… so… jetzt beziehen?“
„Jetzt?“
„Jetzt!“
„Ja na klar, ich ruf grade meine Frau an, die soll Euch die Betten herrichten..“
Von einer Tageskarte beim Rock am Ring, wo Prodigy in Pelzmänteln sowas von sich selbst gelangweilt waren und die Smashing Pumpkins kurz vor der Auflösung lediglich Songs aus ihrem Spätwerk spielten, irgendwann Ende der Neunziger einmal abgsehen war das Hurricane 2007 tatsächlich mein erstes Festival mit so richtgig Matsch und Regen und Rock über drei Tage und so. Die Loveparades 93 bis 97 und die ganzen Raves dazwischen waren doch irgendwie was anderes, denn dort bleibt einem wenigstens der Schuh nicht im Schlamm stecken. Was hamwa gelacht.
Als Madame Paradise endlich, nachdem ich geschlagene zwei Stunden am Bahnhof Scheeßel rumgewartet hatte (zwei Stunden in denen ich einem volltrunkenen Ü30-Emo mit stilechtem Lidschatten zwei Biere abgekauft hatte, die ihm beim Sturz auf den Asphalt aus den Tüten gekullert waren), ankam, fuhren wir zunächst mit einem Taxi ins nahegelegenein der Nähe gelegenein der Gegend befindliche ziemlich weit entfernten Hotel in Rotenburg, wo wir gedachten, vor und nach den Konzerten die Beine baumeln zu lassen. Und so fuhren wir mit einem Taxi eine ganze halbe Stunde zwanzig Kilometer durch die Prärie und verabschiedeten uns so langsam von dem Gedanken, diese Strecke mit dem Fahrrad bewältigen zu können. Vor allem nachts, voll mit Schlamm, naß bis auf die Haut und zum Umfallen fertig und wir fragten uns, wie zum Teufel wir jeden Tag 60 Euro für Taxifahrten herbekommen sollten, denn die waren nicht eingeplant. Doch die Macht sollte mit uns sein.
Mirjam Weichselbraun sieht toll aus wie immer, Markus Kavka schaut immer etwas belämmert, gibt aber trotzdem hin und wieder kluge Sachen von sich. Und über Linkin Park muss ich nix sagen, oder?
Die Pumpkins gestern waren ja gebrandet. Trugen Superheldenkostüme in den Farben (eigentlich: Weiß und Schwarz sind keine Farben sondern die vollkommene ab- bzw. anwesenheit von Farben) des Covers vom neuen Album und, naja, spielten halt.
Und Linkin Park nehmen sich viel zu ernst, dieser tierisch ernste Sänger geht mir mächtig auf den Saque. Ich hol mir mal ein Bier und freu mich auf die Ärzte.
Ich glaube, wenn man den Sänger von LP mit einer Nadel anpiekst, dann platzt er. Der Gitarrist sieht übrigens Chewbacca sehr sehr ähnlich.
Ich könnte ja jetzt erzählen, dass die Vorband furchtbar war. Und der Bass ziemlich heftig gewummert hat. Dass der Mozz nur häßliche T-Shirts verkauft. Und dass das Konzert wirklich ganz ganz toll war. Steht aber sowieso alles beim Webrocker, also warum soll ich mir die Arbeit machen, vor allem, weil er so nen tollen ersten Satz hat und ich nicht:
Nun also doch - ich und der Mozzer mal in einem Raum. So in echt.
Wer kann: Bitte bitte schaut Euch diese Band an! Wer die Chuzpe hat, zu Phil Collins „Against all Odds“ die Bühne zu betreten, dieses Stück dann zu covern und nahtlos in „Cashcow“ vom Albums „With Love and Squalor“ übergehen zu lassen, der kann nur gut sein. Das ganze Konzert war großartig, die Songs, die auf dem iPod nicht mehr ganz so durchschlagend wirken, zeigen live gespielt nochmal die ganze Wucht des Albums. Das zweite Killerargument natürlich: Schnurri.
Hier das Opening des Auftritts der Wissenschaftler beim Konzert in Exeter:
Eine fantastische Support-Band namens „Mystery Jets“ haut Dir erstmal auf’s Maul mit Musik, die sich anhört, als hätten die Liars noch nie was anderes gemacht, als Joints rauchen und Folk spielen. Der Einmarsch, die Aufstellung, der Humor, die Briten. Sie fragen, was der Scheiß soll, mit diesen ganzen seltsam angezogenen Leuten und wir erklären ihnen, das sei so ein „Carnival“-Blödsinn, woraufhin sie was von Sheffield erzählen und nochmal munter auf die Basedrum hauen. Dann sind auf einmal 10 Menschen auf der Bühne, bauen um, checken Mikros, fuchteln mit den Armen und drehen an Knöpfen und dann laufen sie ein, zu irgendso einem HipHop-Dings, das irgendwie ganz toll passt. 4 pickelige Youngsters betreten die Bühne und der ganze Laden rastet völlig aus.
Sie haben ihre Strategie geändert. Noch vor 2 Wochen las man davon, dass die Arctics zuerst mal „I bet you look good on the Dancefloor“ und dann gleich noch „Sun goes down“ raushauen, das tun sie nicht mehr. Es ist auch egal. Was zählt sind die Songs, die allen Menschen um mich herum ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und 32jährige Männer wie Teenies herumhüpfen lässt, wie zu Rave-Zeiten. Sie entfesseln einen Sturm da auf der Bühne, ohne tolle Show, ohne große Gesten, sie hauen dir einfach mit Zeilen wie „I thought a thousand million things that I could never think this morning“ den Verstand raus, bis Du platzt und Deine Eingeweide auf den Dancefloor schleuderst. Und eintausend Gläubige singen mit.
Gestern abend, live, in Neu-Isenburg. Wegen der großen Nachfrage von der Batschkapp in die Hugenottenhalle verlegt.
Das Konzert war gut, die Vorband (Stars) hat gerockt nach Arcade Fire Art, nur eben nicht ganz so toll. Bloc Party haben ihr “Silent Alarm” Album runtergespielt, leider ohne für große Überraschungen zu sorgen. No Surprises sozusagen. Bei zwei oder drei Stellen dachte man, oh, das üben wir jetz aber lieber nochmal. Der Frontmann hat zweimal zu oft mitteilen müssen, wir seien hier auf einer Party. Trotzdem großer Jubel. Der Drummer ist live genauso gut wie auf der CD, neue Songs gab es leider keine, obwohl man ja hört, die hätten ein neues Album am Start.
War gut insgesamt. Was bleibt: Ein dicker Brummschädel. Ein Bier auf dem Hin-, ein Bier auf dem Rückweg. Und ganz viele zwischendurch. Aber was kann man erwarten, wenn ein Engländer, ein Ire und ein Deutscher auf eine Bloc Party gehen?