
(Dass die nachfolgenden Live-Mitschnitte keine Vollständigkeit aufweisen, liegt schlicht und ergreifend daran, dass Frau Anne sich oft nur kurze Zeit dem Tanzzwang entziehen konnte, um diese Impressionen zu sammeln.)
Nun ist dieses Konzert schon gut 2 1/2 Tage her, aber der Mann an meiner Seite und ich, wir verhalten uns immer noch als hätten wir Glücksbärchis inhaliert. Wenn ich nicht diese bewegten (und ein paar in Ehrfurcht erstarrte) Bilder gemacht hätte, ich würde nicht daran glauben, wirklich dort gewesen zu sein. Ich weiß, der Herr Pathos schwängerte diesen Zeilen, aber: EY! ICH! HAB! SIE! GESEHEN! Und es war fantastrilliardisch großartig! Allein die Stimmung vor Beginn schien, als fielen Weihnachten, Geburtstag und der Leif-Eriksson-Tag plötzlich zusammen. Das Velodrom zeigte sich mit nahezu hippie-esquer guter Laune angefüllt und die Support DJs taten ihr Bestes, um diese mit Hilfe von wahren Klassikern in ungeahnte Höhen zu treiben. Want some?
Wow! Wogen des musikalischen Glücks trugen mich gestern abend nach Hause (ja, das muss so kitschig ausgedrückt werden) und denke ich zurück, zaubert mir das Konzert von Mr. Ben Folds immer noch das breiteste Lächeln ins Gesicht. Es war fantastrilliardisch gut und das beste Konzert, das ich bisher vom Meister erleben durfte. Dass ich bereits vor Beginn des Konzerts meinen gesellschaftlichen Anschluss verloren hatte - mit Leuten aus dem Musikbusiness auf ein Konzert zu gehen, ist wie Straßenköter zum Haustier machen zu wollen, einmal nicht hingeguckt und schon “socializen” sie wieder irgendwo rum - war auch überhaupt nicht schlimm, denn dies war nun wirklich die Sorte Konzert, die man ohnehin für sich ganz allein erlebt.
Der Support wurde auch dieses Mal wieder von Clem Snide bzw. deren musikalischem Kopf Eef Barzelay bestritten, den ich bei seinem letzten Besuch im Rahmen der Unterstützerrolle irgendwie gar nicht so amüsant in Erinnerung habe. Das kann aber auch daran liegen, dass man damals in die atmosphärenlose Columbiahalle lud und ich mich mit ekelhaften, hochgewachsenen Menschen rumschlagen musste. Grundtenor - nachdem ich anmerkte, dass ich, als man sich fies vor mich gequetscht hatte, “vorher besser gesehen” hätte - “kleine Menschen sollten sich doch am besten eh gleich einsargen lassen.” Wahnsinn. Ich hätte die Frau nur noch zu gern darauf aufmerksam gemacht, dass sie im Begriff war, einem Künstler beizuwohnen, der sogar einen Song übers Kleinsein und Heimzahlen von Fieslichkeiten geschrieben hat. Stattdessen ärgere ich mich jetzt immer noch, zumal 1,65 m nicht klein, sondern echt Durchschnitt sind…