Dieses Wochenende wurde der zwanzigste Geburtstag von Nuclear Blast gefeiert, dem weltweit größten Independent-Label, das sein Hauptaugenmerk auf Metal und alles was so ähnlich klingt gerichtet hat. Größen des Geschäfts, wie In Flames und sogar Manowar, sind und waren unter Vertrag, für die Feierlichkeiten waren geladen: Kataklysm, Edguy, Subway To Sally, Dimmu Borgir und Blind Guardian, als Bonustrack gab es noch Rage. Nun, es ist zu sagen, dass ich im Wesentlichen für Subway To Sally und Blind Guardian angereist bin, da ich lediglich die Existenz von Kataklysm und den Stil von Edguy und Dimmu Borgir kenne. Ich bin also arg vorbelastet, es mag sein, dass ich bei Subway To Sally ein wenig ins Schwätzen gerate und Dimmu Borgir in einem Satz abhandele, aber der Reihe nach.
Das Festival war auf jeden Fall eines: Groß. Die Schleyerhalle war von der Polizei mehr oder weniger hermetisch abgeriegelt, weil Leute mit langen Haaren ja auf jeden Fall Schwerverbrecher sind, aber das ist eine andere Geschichte. Am Eingang war, auch eine halbe Stunde nach Beginn des Einlasses, die Hölle los, Hundertschaften von schwarz gekleideten Verrückten blockierten den Gehweg, den Parkplatz und die Zufahrtsstraße. In der Schlange gab es sogar kostenlosen Vodka, da eine kleine Gruppe die Flasche nicht bis zur Abtastkontrolle leer bekamen und sie deshalb halb voll durch die Menge reichen mussten, was ich natürlich freudenstrahlend ausnutzte. Endlich in der Halle breitete sich, gelinde gesagt, schwere Verwirrung aus: Bereits das Foyer war größer als manch andere Konzerthalle, was es für Leute, die die Schleyerhalle noch nie betreten hatten, schwer machte, überhaupt die Bühne zu finden.