Guck’ dir DJ Tomekk an. In zwei Jahren würden wir dann vielleicht auch Kakerlaken fressen. Deswegen hören wir auf. [Quelle]
Spandaus Hip-Hop-Export Icke & Er ist vor zwei Jahren mit “Richtig geil” im deutschsprachigen Internet bekannt geworden. Zusammen mit DJ Dasg (sprich Di Jäi Das Dschi) wurden sie von Four Music unter Vertrag genommen, nahmen das Album “Mach Et einfach” auf und gingen auf Tournee. So weit, so normal.
Icke & Er gingen aber nicht ins Fernsehen. Sie sprachen nur sporadisch mit der Presse. Sie ließen nicht zu, dass die Medien hinter die Schnurrbärte der Beiden schauen konnte. Sie wollten ihre Ruhe haben und einfach nur Musik machen. Mit schlecht recherchierten Zeitungsartikeln und Kopfgeldern machten die Medien Jagd auf die beiden - auf der Suche nach der Exklusivstory hinter dem Phänomen Icke & Er.

Also zogen Icke & Er die Konsequenzen aus ihrer Unlust, ein Medienthema zu sein und gingen auf Tour - auf Abschiedstour um genau zu sein. Ihre erste und einzige Tour führte sie in knapp zwei Wochen in 15 Städte, darunter Zürich, Düsseldorf, Köln, Nürnberg, Magdeburg und eben Berlin.
Lesen Sie im ersten Teil des Berichts von der chaotischen Anreise zum Konzert.
Die Insel Ziegenwerder ist das schönste Fleckchen Frankfurt/Oder, das ich bisher entdeckt habe (ist ja nicht schwer, wenn man Frankfurt/Oder mal bei Tageslicht gesehen hat). Sie ist - nomen est omen - eine Insel, auf die man nur trockenen Fußes raufkommt, wenn man eine der beiden Brücken benutzt (Foto 1, Foto 2). Für Veranstalter muss das ein himmlischer Ort sein, spart man doch tausende Meter Absperrgitter und jede Menge Security. Und es gibt keine Anwohner, die Punkt 22.30 Uhr die Polizei wegen Lärmbelästigung rufen.
Die Security nahm ihren Job an diesem Abend auch nicht so genau. Direkt vor der Einlasskontrolle, die beunruhigenderweise fast leer war, hing ein großes Nicht-Fotografieren-Schild. Dieses Schild habe ich, zusammen mit einem der Securitys, fotografiert, bevor ich meine Karte vorgezeigt habe. Er wies mich aber weder auf das Filmverbot hin, noch wollte er mich abtasten, um nach Waffen und Feuerwerkskörpern, die ich in den Taschen hätte tragen können, zu suchen. Zum Vergleich: Beim Pearl-Jam-Konzert in Berlin durfte ich nicht mal eine Plastikflasche mit Mineralwasser samt Verschluss mit reinnehmen und wurde an Stellen berührt, die höchstens mein Urologe kennt.