Vor einer Woche auf einem späten Donnerstagabend hörte ich die dänische Band “Volbeat” zum ersten Mal auf YouTube.
“Verdammt, die rocken,” dachte ich, “guckste doch mal, wann die irgendwo in Deutschland spielen… Oh. Morgen Abend.”
Ich entschloß mich spontan, am Freitag früher Feierabend zu machen und den Civic zu satteln.
Ok, was brauchte ich? Mein Zelt, Bier, Fertigfrikadellen, ein paar Klamotten zum Wechseln, ‘nen Gartenstuhl und meine Akustikgitarre.
Also dann: Auf nach Viersen, zum “Eier-mit-Speck“-Festival.
So. Benutzerkonto eingerichtet. Bier auf. Fotos vorbereitet. Und ab geht die wilde Fahrt:
Eric Fish, dem einen oder anderen besser bekannt als Frontmann der Mittelalter-Metal-Gothic-Folk-Band “Subway to Sally” hat sich mal wieder als Solo-Künstler in Hameln blicken lassen.
Den letzten Auftritt von “Subway to Sally” hier bei uns habe ich mir nicht angetan, und das nicht, weil ich die Band nicht mag, sondern weil an diesem Abend 35 Grad im Schatten herrschten und ich erst wieder in geschlossene Gebäude gehen wollte, wenn die Eichhörnchen nicht mehr schmelzen. (Zeitzeugen berichteten, daß im Saal gefühlte 60 Grad herrschten, so daß die Gitarristen auf das Herunterstimmen ihrer Instrumente vollständig verzichten konnten, das habe die Physik erledigt.)
Herrn Fish allein hingegen hatte ich bereits beim letzten Mal begeistert zugehört und war gespannt, ob er auch diesmal die 4-Stunden-Marke knacken würde.
Konnte er, das vorweg.
Zunächst hat er jedoch zwei Einheizer Stimmungsmacher Freunde auf die Bühne gebeten, die ihren Job als Vorband wahrlich zu erfüllen wußten.
Daniel Schulz (üblicherweise bis vor kurzem mit Engelhai unterwegs) und “Evil Uwe” betraten die bereits mit Kerzen ausgestattete Bühne und bereiteten mit zweistimmigem Gesang und druckvollen Akustikgitarren das Publikum auf die nun folgenden Stunden vor.