vorgestern auf einem ska-konzert gewesen. und mir wurde ziemlich schnell klar, warum ich seit jahren keines mehr besuchte, ska immer nur nebenbei mitnahm auf eher punklastigen soirees.
der abend wurde mit der reichlich überflüssigen frage des sängers der ersten band eröffnet, ob denn hier jemand ska möge. und somit wurde die marschrichtung vorgegeben.
sowohl die band als auch große treile des publikums beschränkten sich darauf, ihr bild von ska abzufeiern und die abbildungen ihrer selbst darin, coole klischees denen sie leider gar nicht entsprachen. eine schwarz-weiß karierte plastikwelt, in die nichts rein- und aus der nichts rauskommt, second life mit biergeruch, ungefähr ähnlich relevant wie blogger c, wenn er sich darüber beklagt, dass der grabenkrieg zwischen blogger b und blogger a so an seinen nerven zehrt.
hin und wieder hatte der auftritt der clerks auch schöne momente, nämlich dann, wenn der sänger, der auch nicht allzuviel aus seiner langweiligen stimme rausholen zu können schien, seine klappe hielt und sich das spiel zwischen der rhythm- und der brass-section entfalten konnte. aber das währte nie allzu lang, dann meinte der sänger wieder, irgendwas mit ska sagen zu müssen. (wie ich das hier niederschreibe, erinnert mich das ganze an eine band namens s.u.f.f., die ich anno 2000 live sehen durfte, und der kern bei gefühlten 100% ihrer lieder darin bestand, den bandnamen zu brüllen).